| Wer bin ich -
Hinter meinen Gedanken und Vorstellungen
Meditation und Gespräche -
Satsang
13. Dezember 2009 HAMBURG: RETREAT
- MEDITATIONSTAG
Ort: Praxis Claudia Larsmeyer, Hansastraße 20,
20149 Hamburg-Rotherbaum
Zeit: 10.00 - 19.00 Uhr, 3 x 2 Stunden mit Pausen
Kosten: 60 Euro, ermäßigt 40 Euro. DieTeilnahme ist nur an dem gesamten Tag möglich! Anmeldung per
Mail "hier" oder bei Dietmar Bittrich Info - Telefon 040 - 880 76 69
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Ernst gemeinte Anfragen über Veranstaltungen
und die Organisation von Retreats und Retreat-Tagen können
gerne an mich gerichtet werden.
( per Email "hier"
)
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EINZELSITZUNGEN finden
auf Wunsch und nach Vereinbarung statt.
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Ablauf der Treffen
Diese Treffen dienen der Stille - der Erkundung
dessen was ist,
wenn alle Bedingtheiten wegfallen und dem Erforschen dessen, wer
wir sind hinter unseren Gedanken, Gefühlen,
Vorstellungen und Sinneswahrnehmungen. Sie dienen dem Öffnen
des unbedingten Raumes unserer Wahrnehmung und dem immer ausgedehnterem
Verweilen in diesem Raum.
Beim Eintreten in die Stille stellen wir fest,
was uns daran hindert, still zu sein - einfach zu sein.
Wir werden mit unseren Bildern der Welt und mit dem, was wir für
richtig oder falsch halten, konfrontiert. Wir werden damit konfrontiert,
was wir für uns, für unser
Ich, halten. Durch die bewusste
Annahme dessen, was dabei auftaucht, entsteht eine Transparenz unserer
Bedingtheit hin zur Freiheit unseres Seins.
Bei diesen Begegnungen geht es hauptsächlich um die persönliche
Annäherung an die Stille. Dabei können unter anderem folgende
Fragen und Themenbereiche auftauchen: Wer bin ich? Gibt es einen
“Plan“ für “mein Leben“? Was ist sicher?
Was ist Glück, und kann man dies haben oder bekommen? Was ist
vergänglich, und was ist unvergänglich? Was ist Zeit,
und was ist Raum? Was ist Gnade? Wo fängt die Liebe an? Was
ist Hingabe? Ist die Hoffnung für etwas gut? Was kann ich mit
meiner Angst tun?
Die Treffen richten sich an all diejenigen, die bereit sind, mit
dem Werden aufzuhören und mit
dem Sein zu beginnen. Für das
Sein im Moment sind keine Voraussetzungen
zu erfüllen, keine komplizierten Techniken zu erlernen und
ist kein Wissen anzuhäufen. Die Stille des Seins
beginnt genau jetzt und benötigt
nur unsere fortwährende Aufmerksamkeit.
Neben Gesprächen werden die Treffen dem
Sein in
Stille - der Meditation gewidmet. Der Ablauf der Begegnungen wird
durch die Präsenz des Augenblicks bestimmt.
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Gurdjieff-Movements und Stille
Die Gurdjieff Movements sind eine Art Bewegungsform,
eine Art heiliger Tänze, die uns helfen können, mehr im
Moment zu sein, uns unserer Konditionierungen bewusst zu werden
und diese hinter uns zu lassen. Die Tänze wurden von Georg
Iwanowitsch Gurdjieff (1877-1949), einem russischen Mystiker und
spirituellen Lehrer aus armenisch-griechischer Abstammung, entwickelt.
Bei den Tänzen handelt es sich um ungewohnte
Bewegungsabläufe, durch deren Ausführung ein innerer Freiraum
entsteht und ein höheres Energieniveau erfahrbar wird. Der
Verstand wird stiller, und die Empfindung der Präsenz im Körper
steigert sich. Durch den Fluss der Movements wird das Wirken einer
Intelligenz erfahrbar, die nicht der des logischen Denkens entspricht.
Die Bewegung in diesen Tänzen gleicht einer Meditation.
Das Bekannte wird beiseite geschoben und macht einer neuen Daseinsform
Platz. Der reflektierende, stets in die Vergangenheit rutschende
Verstand, wird nicht benötigt. Mischt sich das Denken in den
Tanz, kommen die Bewegungen ins Stocken, der nächste Schritt
wird verzögert oder der Nachbar angerempelt..... Die Rückmeldung
über das Herausfallen aus dem bewussten Hiersein erfolgt also
unmittelbar.
Im täglichen Leben bekommen wir dieses Herausfallen
aus der Präsenz oft nicht mit. Auch in der Meditation wachen
wir meist erst nach längerer Zeit aus unseren Assoziationsketten
auf. Die Movements jedoch trainieren einen aktiven Daseinszustand,
in dem mehrere Dinge gleichzeitig getan werden - allerdings nicht
vom Denkzentrum aus, sondern von einem intelligenten Punkt im Körper
aus, den wir als unsere Mitte bezeichnen können. Somit wird
die Fähigkeit geschult, bei uns zu bleiben, zugleich in Stille
und in Aktivität zu sein. Dies unterstützt die Achtsamkeit
im täglichen Leben. Wir lassen uns nicht mehr von so vielen
Dingen ablenken und bleiben bei dem, was wir gerade tut und was
uns wichtig ist.
Weiterhin lässt sich bei den Tänzen wunderbar
studieren, wie die eigene Persönlichkeit strukturiert ist und
wie sie in bestimmten Situationen reagiert. Zum Beispiel auf genaue
Vorgaben. Auf das eigene Gelingen oder Versagen. Auf die Fähigkeit
oder die Unfähigkeit des Nachbarn. Wie gut können wir
uns in eine Gruppe einfügen? Wie gehen wir mit auftauchenden
Gefühlen um? Können wir trotzdem bei uns bleiben und können
wir fortfahren, die Movements zu tun?
So sind die Bewegungen ein sehr praktisches Instrument der Selbstuntersuchung.
Sie lassen uns immer wieder die Unterscheidungsfähigkeit zwischen
dem Absoluten und dem Relativen anwenden. Die einfache Präsenz
im Körper steht hier für das Absolute, die auftauchenden
Gefühle und Reaktionen für das Vergängliche.
Eine der bekanntesten Meditationsmethoden ist die
Konzentration des Verstandes auf einen Punkt (onepointedness). Die
auftauchenden Wahrnehmungen, innere oder äußere, werden
einfach nur registriert. Wir lassen sie vorüberziehen und wenden
uns wieder dieser Ausrichtung zu. Dieselbe Art des Fokussierens
ist bei den Gurdjieff-Movements gefragt. Möglicherweise sind
die Tänze sogar einfacher als eine Sitzmeditation, da der Körper
in Bewegung als Hilfsmittel dient und das Feedback über Abdriften
der Aufmerksamkeit sofort erfolgt.
In der Meditation wird der Körper als stilles
Hilfsmittel zum Präsentsein genutzt, was zumindest anfangs
abstrakt und ungewohnt ist. Die Stille in der Meditation ist dann
abhängig von der Fähigkeit des Negierens und Nicht-Beachtens
der Wahrnehmungen und auftauchenden Gedanken. Das Gelingen der Gurdjieff-Tänze
liegt einfach schon darin, dass man sie tut und sich dieser Form
der Suche hingibt. Das Gelingen hängt nicht von der perfekten
Ausführung ab. Das Tun allein vergrößert den innerer
Freiraum und erzeugt ein höheres Maß an Energie.
Diese Energie können wir benutzten, um auf dem
persönlichen Weg voranzuschreiten und die Dinge zu tun, die
schon lange getan werden wollten. Mit ihrer Hilfe können wir
uns aber auch wachen Geistes der Stille und dem einfachen Hiersein
hinwenden. Denn das Hiersein ist ein höchst aktiver Zustand.
Ramana sagte dazu: „Die Stille ist ein permanentes Gespräch,
und das Nichts-Tun ist ein permanentes Tun“.
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